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Erwin Eisch

Erwin Eisch and glass art

The name Erwin Eisch is inextricably linked to the international studio glass movement, which liberated glass from its purely functional role and transformed it into a material for artistic expression. The possibilities for adding curious ideas to the plastic form are almost endless, but glass also acquires a poetic quality in Eisch's work as a surface for marking or painting.

Power, dedication and a healthy dose of irony

The floating quality of his figures is a stylistic feature of Eisch's art in all areas. It is both an expression of his own sense of space in relation to the earth and the cosmos, and the result of impressions from Baroque murals, which accompanied him from his youth, particularly the example of Franz Anton Rauscher's ceiling painting in the parish church of the Assumption in Frauenau. Alongside this, and equally important, he is and remains a painter and draughtsman. Erwin Eisch is an idiosyncratic painter who, with strength, dedication and a good dose of wit and irony, transports us into a pictorial world that can give us new insights and perspectives. His drawings reveal a complex, superficial humour that is usually already expressed in the title, such as ‘Immer wenn ich blau bin’ (Whenever I'm blue). His paintings are more demanding – they are mostly austere and uncomfortable, they do not impose themselves, but want to be viewed at length and in peace in order to make their own world, the cosmos created by the artist, transparent to us.

‘The end of art became the programme.’

At the end of the 1950s, I came into contact with the Spur group at the Munich Academy. At that time, we were all impressed by Tachism and Informel. However, I soon realised that there was no further development for me there. Social criticism was dominant, and the 1968 student revolt was already noticeable. The end of art became the agenda. So in 1960, Max Strack, Gretl Stadler and I founded the Radama group. With the memorial exhibition for Bolus Krim in 1961, in which we presented the failure of the avant-garde art of the time, I said goodbye to the Munich art scene. In 1962, Gretl and I got married and moved to Frauenau. There was the Eisch family's glassworks, and I picked up where I left off in 1952 when I started making glass. It wasn't until the end of the 1970s that painting became my focus again. The search for the figure began, and abstraction took a back seat. The painting process became my path to the image, to life and to vitality." (Erwin Eisch in an interview with Masahiro Hochida, 2002)

Erwin Eisch and his wife Gretel Eisch both passed away in 2022.


Erwin Eisch has been awarded various prizes.

  • 1977 honourary award, Coburger Glaspreis
  • 1982 Honory Membership G.A.S.
  • 1985 1. Prize Coburger Glaspreis
  • 1987 East Bavarian Culture Award
  • 1992 Krystallnacht Project, Gold Award for „My love to Anne Frank“, American Interfaith Institut Philadelphia
  • 1995 Lifetime Achievement Award G.A.S.
  • 2002 Lifetime Achievement Award, Urban Glass, Brooklyn, NY

Erwin Eisch

Erwin Eisch und die Glaskunst

Der Name Erwin Eisch ist untrennbar mit der internationalen Studioglasbewegung verbunden, die das Material Glas aus seiner rein dienenden Funktion befreite und zu einem Material künstlerischen Ausdrucks machte. Nahezu endlos sind die Möglichkeiten der Hinzufügung kurioser Einfälle an die plastische Form, aber auch als zu bezeichnender oder bemalender Untergrund erhält das Glas bei Eisch poetische Qualität.

Kraft, Hingabe und eine gehörigen Portion Ironie

Das Schweben seiner Figuren ist ein Stil-Merkmal von Eischs Kunst in allen Bereichen. Es ist sowohl Ausdruck seines eigenen Raumgefühls in Bezug auf Erde und Kosmos wie auch entstanden aus den Eindrücken barocker Wandmalerei, die ihn vor allem am Beispiel des Deckengemäldes von Franz Anton Rauscher in der Frauenauer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Jugend an begleitete. Daneben und gleichauf ist und bleibt er Maler und Zeichner. In Erwin Eisch gilt es den eigenwilligen Maler zu erkennen, der uns mit Kraft, Hingabe und einer gehörigen Portion Witz und Ironie in eine bildnerische Welt entführt, die uns neue Einsichten und Perspektiven vermitteln kann. Seine Zeichnungen zeigen einen vertrackten vordergründigen Humor, der sich meist schon im Titel ausdrückt, wie z. B. „Immer wenn ich blau bin“. Fordernder sind seine Gemälde – sie sind meist spröde und unbequem, sie drängen sich nicht auf, wollen aber lange und in Ruhe betrachtet sein, um uns ihre eigene Welt, den vom Künstler geschaffenen Kosmos, durchschaubar zu machen.<

„Das Ende der Kunst wurde zum Programm“.

„Ende der 50er Jahre bekam ich an der Münchner Akademie Kontakte zur Gruppe Spur. Und wir alle waren in dieser Zeit vom Tachismus, vom Informel beeindruckt. Ich merkte aber bald, dass es da für mich keine weitere Entwicklung gab. Gesellschaftskritik war dominierend, die 68er Studentenrevolte bereits spürbar. Das Ende der Kunst wurde zum Programm. So gründeten Max Strack, Gretl Stadler und ich 1960 die Gruppe Radama. Mit der Gedächtnisausstellung für Bolus Krim im Jahr 1961, in der wir das Scheitern der damaligen Avantgarde-Kunst vorgestellt haben, verabschiedete ich mich aus der Münchner Kunstszene. 1962 haben Gretl und ich geheiratet und gingen nach Frauenau. Da gab es die Glashütte der Familie Eisch und ich knüpfte dort an, wo 1952 mein Glasmachen begann. Erst Ende der 70er Jahre war Malerei wieder mein Thema. Es begann die Suche nach der Figur, die Abstraktion trat zurück. Der Malprozess wurde mein Weg zum Bild, zum Leben und zur Lebendigkeit.“ (Erwin Eisch im Interview mit Masahiro Hochida, 2002)

Erwin Eisch und seine Frau Gretel Eisch sind beide im Jahr 2022 verstorben.


Erwin Eisch in der Galerie im Werksverkauf

Erwin Eisch wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet

  • 1977 Ehrenpreis, Coburger Glaspreis
  • 1982 Honory Membership G.A.S.
  • 1985 1. Preis Coburger Glaspreis
  • 1987 Kulturpreis Ostbayern
  • 1992 Krystallnacht Project, Gold Award für „My love to Anne Frank“, American Interfaith Institut Philadelphia
  • 1995 Lifetime Achievement Award G.A.S.
  • 2002 Lifetime Achievement Award, Urban Glass, Brooklyn, NY

Erwin Eisch

Erwin Eisch und die Glaskunst

Der Name Erwin Eisch ist untrennbar mit der internationalen Studioglasbewegung verbunden, die das Material Glas aus seiner rein dienenden Funktion befreite und zu einem Material künstlerischen Ausdrucks machte. Nahezu endlos sind die Möglichkeiten der Hinzufügung kurioser Einfälle an die plastische Form, aber auch als zu bezeichnender oder bemalender Untergrund erhält das Glas bei Eisch poetische Qualität.

Kraft, Hingabe und eine gehörigen Portion Ironie

Das Schweben seiner Figuren ist ein Stil-Merkmal von Eischs Kunst in allen Bereichen. Es ist sowohl Ausdruck seines eigenen Raumgefühls in Bezug auf Erde und Kosmos wie auch entstanden aus den Eindrücken barocker Wandmalerei, die ihn vor allem am Beispiel des Deckengemäldes von Franz Anton Rauscher in der Frauenauer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Jugend an begleitete. Daneben und gleichauf ist und bleibt er Maler und Zeichner. In Erwin Eisch gilt es den eigenwilligen Maler zu erkennen, der uns mit Kraft, Hingabe und einer gehörigen Portion Witz und Ironie in eine bildnerische Welt entführt, die uns neue Einsichten und Perspektiven vermitteln kann. Seine Zeichnungen zeigen einen vertrackten vordergründigen Humor, der sich meist schon im Titel ausdrückt, wie z. B. „Immer wenn ich blau bin“. Fordernder sind seine Gemälde – sie sind meist spröde und unbequem, sie drängen sich nicht auf, wollen aber lange und in Ruhe betrachtet sein, um uns ihre eigene Welt, den vom Künstler geschaffenen Kosmos, durchschaubar zu machen.<

„Das Ende der Kunst wurde zum Programm“.

„Ende der 50er Jahre bekam ich an der Münchner Akademie Kontakte zur Gruppe Spur. Und wir alle waren in dieser Zeit vom Tachismus, vom Informel beeindruckt. Ich merkte aber bald, dass es da für mich keine weitere Entwicklung gab. Gesellschaftskritik war dominierend, die 68er Studentenrevolte bereits spürbar. Das Ende der Kunst wurde zum Programm. So gründeten Max Strack, Gretl Stadler und ich 1960 die Gruppe Radama. Mit der Gedächtnisausstellung für Bolus Krim im Jahr 1961, in der wir das Scheitern der damaligen Avantgarde-Kunst vorgestellt haben, verabschiedete ich mich aus der Münchner Kunstszene. 1962 haben Gretl und ich geheiratet und gingen nach Frauenau. Da gab es die Glashütte der Familie Eisch und ich knüpfte dort an, wo 1952 mein Glasmachen begann. Erst Ende der 70er Jahre war Malerei wieder mein Thema. Es begann die Suche nach der Figur, die Abstraktion trat zurück. Der Malprozess wurde mein Weg zum Bild, zum Leben und zur Lebendigkeit.“ (Erwin Eisch im Interview mit Masahiro Hochida, 2002)

Erwin Eisch und seine Frau Gretel Eisch sind beide im Jahr 2022 verstorben.


Erwin Eisch in der Galerie im Werksverkauf

Erwin Eisch wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet

  • 1977 Ehrenpreis, Coburger Glaspreis
  • 1982 Honory Membership G.A.S.
  • 1985 1. Preis Coburger Glaspreis
  • 1987 Kulturpreis Ostbayern
  • 1992 Krystallnacht Project, Gold Award für „My love to Anne Frank“, American Interfaith Institut Philadelphia
  • 1995 Lifetime Achievement Award G.A.S.
  • 2002 Lifetime Achievement Award, Urban Glass, Brooklyn, NY