Der Name Erwin Eisch ist untrennbar mit der internationalen Studioglasbewegung verbunden, die das Material Glas aus seiner rein dienenden Funktion befreite und zu einem Material künstlerischen Ausdrucks machte. Nahezu endlos sind die Möglichkeiten der Hinzufügung kurioser Einfälle an die plastische Form, aber auch als zu bezeichnender oder bemalender Untergrund erhält das Glas bei Eisch poetische Qualität.
Kraft, Hingabe und eine gehörigen Portion Ironie
Das Schweben seiner Figuren ist ein Stil-Merkmal von Eischs Kunst in allen Bereichen. Es ist sowohl Ausdruck seines eigenen Raumgefühls in Bezug auf Erde und Kosmos wie auch entstanden aus den Eindrücken barocker Wandmalerei, die ihn vor allem am Beispiel des Deckengemäldes von Franz Anton Rauscher in der Frauenauer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Jugend an begleitete. Daneben und gleichauf ist und bleibt er Maler und Zeichner. In Erwin Eisch gilt es den eigenwilligen Maler zu erkennen, der uns mit Kraft, Hingabe und einer gehörigen Portion Witz und Ironie in eine bildnerische Welt entführt, die uns neue Einsichten und Perspektiven vermitteln kann. Seine Zeichnungen zeigen einen vertrackten vordergründigen Humor, der sich meist schon im Titel ausdrückt, wie z. B. „Immer wenn ich blau bin“. Fordernder sind seine Gemälde – sie sind meist spröde und unbequem, sie drängen sich nicht auf, wollen aber lange und in Ruhe betrachtet sein, um uns ihre eigene Welt, den vom Künstler geschaffenen Kosmos, durchschaubar zu machen.